Schmieden
Begonnen haben wir mit dem ersten Shooting, neudeutsch für Fotografieveranstaltung, in der nahen Geiserschmiede in Bühlertal am Fuße des Schwarzwaldes, eine Hammerschmiede mit viel Tradition, die noch heute durch ein Wasserrad und über hölzerne Zahnräder übersetzte Räder und Transmissionsriemen angetrieben ihren Dienst tut. Die transmissorischen Riemen treiben sowohl das für den Schmiedeprozess erforderliche Gebläse, als auch eine Ständerbohrmaschine und zwei mächtige Hämmer an, die laut tönend die frühere Arbeitsweise von Schmiedkunst kundtun. Nicht zu vergessen einen großen Schleifstein, der wassergekühlt so manches Schmiedekunstwerk den letzten scharfen Schliff gab. Die Geiserschmiede geht zurück auf das 17. Jahrhundert und ist eines von sehr wenigen Museen, in denen aktiv noch das alte Schmiedehandwerk vorgeführt wird.
Wie in jeder Schmiede sind natürlich mehrere Ambosse vorhanden, so dass heute noch mit Zangen und Hämmern aller Größe und Form das glühende Eisen in Form gebracht werden kann. Regelmäßig wird in der Schmiede auch heute noch mit Hammer und Ambos vorgeführt, wie früher ein Hufeisen hergestellt wurde. Es ist faszinierend wenn der Schmied das Eisen in das Schmiedefeuer schiebt, die Steinkohle zu einem kunstvollen Hügel anhäuft um mit Hilfe der entstandenen Schlacke einen Wärmeschutzschirm baut. Das Schmiedeeisen wird durch ein Konglomerat an Hitze, Feuer, Rauch und Kohlegeruch auf zirka 1200 Grad Celsius erwärmt. Dann ist es weich und teigig und kann unter Zuhilfenahme einer Zange geschickt gewendet auf dem Ambos mit gezielten harten Schlägen von einem kleinen Hammer oder durch mehrere große Vorschlaghämmer bearbeitet werden. Zahlreiche umherliegende Eisenkunstwerke, wie Wagenräder, Gesenke und Werkzeuge für die Feldarbeit zeugen noch heute von der vielfältigen Handwerkskunst.
Hier sehen wir Simone in der durch ein Wasserrad angetriebenen Hammerschmiede, der Geiserschmiede in Bühlertal.

Angeschlossen an die Schmiede ist auch ein Heimatmuseum, das auf vielfältige Art und Weise von früherer Lebensart zeugt.